Serie · 30 Werke

DREAMSCAPES

Landschaften, die man sich erträumt hat

Manche Orte kennt man, bevor man sie gesehen hat. Sie tauchen in Träumen auf, in Erinnerungen an Bücher, in Bildern, die man als Kind im Kopf hatte, ohne zu wissen, woher sie kamen. DREAMSCAPES folgt dieser Sehnsucht in Landschaften, die wirken, als hätte jemand sie erfunden.

Es sind Orte der Weite und der Dämmerung, Küsten, Felsen und Horizonte, an denen die Zeit ihre eigene Geschwindigkeit hat. Nichts drängt, nichts ruft. Das Licht kommt und geht in Stunden statt in Sekunden, das Wetter zieht über das Land wie ein Gedanke, und am Ende des Tages ist der Ort ein anderer als am Morgen, obwohl sich nichts bewegt hat.

Manchmal steht darin ein Bogen, eine Mauer, ein Steg, eine Spur von Menschen, die auch hier einmal bleiben wollten. Diese Spuren machen die Landschaft nicht kleiner, sie geben ihr einen Maßstab. Man sieht, dass jemand vor einem hier stand und denselben Blick hatte, und dass die Landschaft ihn überdauert hat, so wie sie jeden überdauert.

Sehnsucht ist ein Gefühl mit Richtung. Sie zeigt immer dorthin, wo man gerade nicht ist. Diese Bilder versuchen, den Moment festzuhalten, in dem man doch dort ist und die Sehnsucht trotzdem nicht aufhört, weil der Ort größer bleibt als jeder Besuch.

DREAMSCAPES ist die Einladung, den Blick lang werden zu lassen. Zu stehen, zu schauen, das Nahe von sich abfallen zu lassen und sich zu wünschen, dass dieser Moment kein Ende hat.